Diskussion:Der Allaventurische Konvent (Zusammenfassung)
"Ruhe, ich bitte um Ruhe. Silencio, werte Collegae, ich bitte euch... RUHE!!" Nur mühsam gelingt es der ehrwürdigen Convocata Prima Prishya von Garlischgrötz die aufgebracht diskutierende Magierschaft zum Schweigen zu bringen. Soeben hat Magister Karjunon Silberbraue aus Mirham seinen Vortrag beendet. Offensichtlich haben seine Worte innerhalb der Magierschaft (besonders in der Schwarzen Gilde) für ziemliche Unruhe gesorgt. Die Erkenntnisse sind aber auch ungeheuerlich: die Anwendung einer borbaradianischen Formel - auch durch einen geschulten Magier - beinhaltet offensichtlich automatisch die Aktivierung einer Hellsicht-, wie einer Beherschungskomponente, was nichts anderes heißen könnte, als dass mit jeder Anwendung eines solchen Spruches wahrscheinlich der Dämonenmeister selbst den Willen des Anwenders übernehmen könnte - alle Beobachtungen eurerseits bestätigen dies.
Im Durcheinander der diskutierenden Magier tritt eine alter Bekannter auf euch zu. Der geckenhaft herausgeputzte Ordensmeister der Grauen Stäbe, Tarlisin von Borbra schaut mit einem leicht spöttischen Lächeln von einem zum anderen und deutet dann auf die umherstehenden Magier.
TARLISIN: "Naja, geahnt haben wir es doch alle längst und mein eigener Fall deutete ja wohl ähnliches an. Mich wundert die allgemeine Aufregung doch ein wenig." Schwungvoll wirft er sein langes schwarzes Haar über die Schulter und blickt euch aus seinen tiefbraunen mit schwarzem Lidstrich verzierten Augen an. "Habt ihr einen Moment Zeit für eine Unterredung unter Vertrauten?" Beunruhigt stellt ihr fest, dass der Ordensmeister immer noch keinen Schatten hat.
TRAVIN: "Aber natürlich haben wir Zeit. Vielleicht sollten wir ein wenig zur Seite gehen... dort an der Mauer scheint ein diskretes Plätzchen zu sein, wo wir in Ruhe reden können. Euer Fall hat uns ja mit furchtbarer Konsequenz gezeigt, wie weit Borbarads Einfluss reicht und wie leicht es ihm fallen kann, den Geist von Fremden zu beeinflussen. Dagegen muss man doch etwas tun! Nach dem Vortrag dieses Mirhamers müsste es doch möglich sein, das Sprechen von Borbaradianersprüchen zu untersagen. Ich kenne mich zwar in den magischen Kreisen nicht so besonders aus, aber hier liegt doch auf der Hand, was zu tun ist: Keine Borbaradsprüche mehr, bei Rondra!"
TARLISIN: "Zumindest dürfte es sich zukünftig jeder, der noch Herr seines Willens bleiben will, dreimal überlegen, bevor er einen entsprechenden Spruch wirkt. Ich denke, dass die Aussicht auf Kontrolle durch Borbarad weit abschreckender ist als jedes durch die Gilden erlassene Verbot - zumal solche Verbote in der Vergangenheit gerade bei den Anhängern der linken Hand wenig genutzt haben. Doch kommen wir zu wichtigeren Dingen." Tarlisin schaut sich kurz um, und beginnt dann mit gesenkter Stimme zu sprechen. "Ihr erinnert euch sicherlich gut daran, als der Dämonenmeister von meinem Geist und Körper Besitz ergriff, unten, in den Globulen des Abu Terfas." Tarlisins Blick flackert leicht, seine Brauen zucken nervös. "Ich habe in diesem Moment, als mein und SEIN Geist miteinander verschmolzen vieles gesehen und gespürt, das einen menschlichen Geist normalerweise zerrütten und auf immer in Noionas Arme treiben kann. Ich hatte Einblick in Borbarads Seele - so glaube ich jedenfalls. Lange habe ich gebraucht um zu verstehen, doch für mich ist etwas klar geworden..." Er stockt, sammelt sich kurz...
ILCORON: Da er sich nur schlecht an diesen Mann erinnern kann, schaut Ilcoron zur Vorsichtig noch einmal in die Seele seines Gegenübers. Er konzentriert sich, bitte sein Zeichen um Hilfe und schaut immer tiefer in die Augen bis ihn seine übersinnliche Reise ans Ziel gebracht hat. (Seelenbild?) "Ich glaube ihr habt noch weniger Seele erkannt als ich sie bei euch vermute...." Ilcoron macht den Weg frei und deutet auf ein abgelegenes Plätzchen. Mit einem richtungsweisenden Kopfnicken unterstreicht er seinen Wunsch, die eventuell brisanten Erkenntnisse an jenem Ort erst preis zu geben.
Die Gruppe zieht sich an den Platz zurück, wo sie vor unerwünschten Mithörern geschützt ist. Nachdem sich Ilcoron und Travin diskret vergewissert haben, dass niemand in Hörweite ist oder die Szene beobachtet, kann das Gespräch fortgesetzt werden.
TRAVIN: "Gut, hier dürfte es sicher sein. Ihr hattet eben angedeutet, dass Euch etwas über Borbarad klargeworden ist. Das wird für uns alle von großem Interesse sein. Lasst hören!"
Travin beobachtet Tarlisin genau - wie geht es jemandem, dessen Geist mit Borbarads verschmolzen war, und ist dieser nun wieder vollständig eigener Herr über Gedanken und Taten? [Probe Menschenkenntnis?]
Die Ergebnisse der Menschenkenntnis-Probe und der Überprüfung des Seelentieres habe ich per Mail an Euch verschickt.
TARLISIN: "Ich ... Ich spürte während der Vereinigung mit dem Geist des Dämonenmeisters Furcht. Furcht vor einem Artefakt, etwas das ihm gefährlich werden könnte - so vermute ich jedenfalls. Es verlangt den Bethanier danach, er will es unbedingt in seinen Besitz bringen, weshalb ich es das Desiderat nenne. Ich hoffe, dass die Vernichtung dieses Gegenstandes den Dämonenmeister empfindlich treffen, ja vielleicht sogar sein Ende nach sich ziehen würde." Tarlisin schaut gespannt in eure Gesichter.
TRAVIN: "Vielleicht ist dies ein Lichtblick. Eine schwache Stelle, an der wir Borbarad treffen können. Wenngleich es mich verwundert, dass Borbarad in seiner aktuellen Lage so etwas wie Furcht empfinden sollte. Was wisst Ihr über dieses "Desiderat"?
ILCORON: "Als ich in meinen Träumen Borbarad gegenüberstand, habe ich auch einen kleinen Funken Angst verspürt, als ich ihm sagt, dass wir die Möglichkeit besitzen einen mächtigen alten Feind von ihm (um nicht Rohal zusagen) wieder ins Leben rufen zu können. - Sagt, was ihr wisst!"
TARLISIN: "Ich habe Nachforschungen angestellt und bin insbesondere in den Archiven der Pentagramm Akademie in Rashdul fündig geworden. Offensichtlich war Borbarad zum Zeitpunkt seines ersten Erscheinens in menschlicher Gestalt vor etwa 450 Jahren im Besitz dreier ungeheuer mächtiger Artefakte: ein Kristallherz in das er seine Lebenskraft speicherte, das ihn quasi unsterblich machte. Dies wurde jedoch nachweislich zerstört, Rohezal versicherte mir dies. Zum zweiten besaß er zu dem Zeitpunkt ebenfalls die Dämonenkrone, die auch jetzt wieder sein Haupt ziert. Interessant ist, dass Borbarad keines dieser Artefakte selber schuf, sondern diese gezielt in seinen Besitz brachte. Dies gilt auch für das dritte Artefakt." Tarlisin hält kurz inne. Er setzt ein breites Grinsen auf, als er eure von Spannung gezeichneten Gesichter sieht. "Niemand weiß, woher er es bekam, jenes Artefakt, dass vermutlich aus einer Zeit vor Madas Frevel stammt. Ich nehme doch an, dass ihr wisst, was es mit Madas Frevel auf sich hat?" Bei diesen letzten Worten schaut er leicht arrogant zu all jenen, die offenkundig nicht Magier sind.
TIPAKAU: nickend, halb zu sich selbst. "Frau gewesen. Feuer sie haben geklaut, von Feuerstelle von Kamaluq zu Menschen."
TRAVIN zieht eine Grimasse: "Feuer geklaut? Bei euch vielleicht. Eigentlich hat sie den Menschen Magie ermöglicht, ... dann hätte sie quasi Astralenergie von den Göttern geklaut. Wenn du so willst." Stolz auf sein in den letzten Jahren erworbenes Magiekunde-(Grund)Wissen wendet sich Travin wieder Tarlisin zu: "Auch wenn wir hier zu den ganz wenigen in diesen Mauern gehören, die ohne Hokuspokus-Limbibus auskommen, so dürft Ihr doch getrost annehmen, dass wir auf unseren Fahrten der letzten Jahre eine ganze Menge mitbekommen haben.
Was das Artefakt angeht, würde das doch heißen, dass es in einer Zeit entstanden ist, in der er keine Zauberei in Menschenhand gab. Dieses Artefakt könnte also aus göttlichem Wirken entstanden sein, oder was meint Ihr?"
TARLISIN: Der Ordensmeister lächelt anerkennend. "Möglicherweise. Wer weiß schon was in jenen Tagen war. Fest steht, dass vor Madas Frevel alle 7 elementaren Zitadellen noch bestanden, da die Zauberkraft als eine elementare Manifestation galt - und für viele Magie- und Elementartheoretiker ist sie dies bis heute. Allerdings eben mit dem entscheidenden Unterschied, dass sie aufgrund des Frevels der Mada ungebunden ist. Die Zitadelle der Magie wurde zerstört und mit ihr alle reinen arkanen Manifestationen, wie wir sie von anderen Elementen her kennen. Astralenergie ist für uns unsichtbar, wir können sie wandeln, formen, zwingen, spüren, aber sie selbst bleibt unfasslich, flüchtig. Alle anderen Elemente haben "reine" Manifestationen wie z. B. die Elementarwesen. Ein Dschinn des Erzes ist reines Erz, nicht bloß stofflich sondern auch vom Wesen her. Er ist Abbild eines Ideals, einer Kraft, die aus der Urmutter SUMU selbst stammt. Was wäre nun, wenn es einen Dschinn der Astralenergie, der Magie, gäbe? Er wäre in unserer Welt unendlich machtvoll, könnten Sphären durchdringen, Wünsche von entsetzlichem Ausmaß erfüllen. Dank Madas Frevel existieren aber keine reinen Manifestationen der Astralenergie mehr." Tarlisin hält inne. Sein Blick leuchtet, von innerer Erregung ergriffen. "In den Aufzeichnung, die ich in Rashdul fand wird ein Artefakt beschrieben, ein siebenflächiger Würfel, dessen Anblick aufgrund seiner Unmöglichkeit dem Betrachter Kopfschmerzen bereitet. Die Schriften sprechen von einem gebundenen Wesen, dass Borbarad zu 'gegebener Zeit' befreien und für seine Ziele einsetzen werde. Das Artefakt wird - aus mir nicht ganz klaren Gründen auch 'Sphärenschlüssel' genannt. Ich bin mir allerdings sicher, dass es einen Dschinn der Magie beinhaltet, der noch aus der Zeit vor dem Frevel in den Würfel gebunden wurde."
Als keiner von euch auf seine Ausführungen reagiert, fährt Tarlisin fort.
TARLISIN: "Meine Such nach dem Desiderat ist bislang erfolglos verlaufen, meine etwas missglückte Expedition in die Gorische Wüste zeugt davon. Ich werde aber nicht aufgeben und weiter suchen, möglicherweise bietet die hiesige Bibliothek weitere Hinweise. Zur Zeit bin ich bemüht, das Wissen um das Desiderat - nicht seine genaue Natur, aber seine Existenz und das Streben des Dämonenmeisters es in seinen Besitz zu bringen - an möglichst viele Personen weiterzugeben. Habt ihr das Gespräch mit mir im 68er Boten gelesen?" ergänzt der nach Sandelholz duftende Schönling Tarlisin nicht ganz uneitel. "Falls nicht holt das nach - die Zeichnung von mir fällt äußerst schmeichelhaft aus. Habt ihr noch Fragen an mich? Ich habe es etwas eilig, Spektabilität Belizeth Dschelefsunni erwartet mich noch."
ILCORON: Ilcoron denkt laut: "Ich höre immer die Zahl sieben! Ob es da einen Zusammenhang geben könnte zwischen den sieben sieben Zitadellen, den seiben Seiten des magischen Würfels und den sieben Gezeichneten?
TARLISIN: "Ihr vergesst die sieben Strahlen der Dämonenkrone - und natürlich ganz allgemein die 7. Sphäre, die Heimat der Dämonen. Ich bin kein Zahlenmystiker, da solltet ihr euch an Magister Dschelef ibn Jassafer wenden, das ist eher sein Spezialgebiet. Ich kann nur soviel dazu sagen, dass die Sieben zum einen generell als 'magische' Zahl gilt und vor allem in der Dämonenbeschwörung und -beherrschung eine zentrale Rolle spielt, bei der in der Regel Heptagramme - also Sterne mit 7-Zacken von Nöten sind. Aber ihr habt natürlich recht, auffällig ist diese Häufung der Zahl Sieben durchaus." Tarlisin blickt fragend in die Runde, so als erwartete er weitere Fragen an ihn.
TRAVIN: "Wie seht Ihr denn überhaupt die Möglichkeiten, dass das Desiderat rechtzeitig gefunden werden kann? Wir wissen ja eigentlich nichts über eure eigentliche Suche. Wo seht Ihr besondere Gelegenheiten und Schwierigkeiten? Wir könnten Euch vielleicht unterstützen, wenn Ihr uns vertrauenswürdige Eingeweihte verraten könnt oder Orte, an denen wir ansetzen könnten..."
Ilcoron: "Ich werde, wenn ihr ihr Hilfe braucht dieses Artefakt zu finden, euch zur Seite stehen. Aber seit auf der Hut. Es gibt jemanden, der sich durch Gestaltenwandel Eintritt auf dieses Konvent erschlichen hat und dieser steht bestimmt auch im Zusammenhang mit dem Mord. Gestaltenwandel und Giftmischerei..... Wisst ihr, wenn ihr Travins Frage beantwortet habt, eventuell mehr über diesen Gestaltenwandel oder ob es eine Möglichkeit gibt ihn zu erkennen?"